Ohne Strom läuft nichts mehr. Wenn man sich die großen Unterschiede des Lebens von vor 100 Jahren und heute vor Augen führt, dann gibt es einen markanten Punkt: den Strom. Wenn man all die Dinge wegblenden möchte, die uns die Verstromung gebracht hat, dann bliebe wenig vom modernen Leben übrig. Es fängt eigentlich schon bei der Arbeit an. Ohne Strom wäre man in aller Regel auf handwerkliche Arbeit angewiesen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Es gäbe keine funktionierenden Rechner - wenn man von den mechanischen Modellen einmal absehen möchte. Es gäbe nur Kerzenlicht - die Arbeit, die man erledigen müsste, müsste am Tag gemacht werden. Freizeitvergnügen - Fernsehen wäre wohl ohne eine Steckdose kaum denkbar. Ein Kinobesuch - wäre wohl undenkbar. Ohne Strom wäre das Leben schon sehr eintönig. Etwas übertrieben könnte man sogar behaupten, dass ohne Strom eine Demokratie in unserem Sinne so nicht möglich sei. Die Massenmedien, die man dazu braucht, würden schlicht fehlen. Aber woher kommt der Saft unseres modernen Lebens?

Erzeugung des Stromes. Strom ist transportable Energie. Energie im physikalischen Sinne gab es schon immer und wenn es die mit Butter betriebenen Leuchten des Altertums waren. Strom und vor allem Wechselstrom hat aber den Vorteil gegenüber allen anderen Energieträgern, leicht zu transportieren zu sein und wenig Schäden anzurichten. Energieträger wie Erdöl sind schon im Transport problematisch.

Davon kann die Firma Exxon einiges berichten. Strom wird durch entweder durch die Umwandlung von Wärmeenergie über Generatoren erzeugt oder durch die Umwandlung von kinetischer Energie. Letzteres geschieht in Wasser- , Wind oder Gezeitenkraftwerken. Es gibt auch noch Erdwärmekraftwerke.

All diese Stromquellen sättigen unseren Energiehunger aber nicht. Der wird durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl, Erdgas und zum Teil durch Atomkraftwerke gestillt. Zumindest bei der Verbrennung der fossilen Energieträger leben wir sozusagen auf Pump. Die Erde hat die von der Sonne ausgestrahlte Energie über viele Millionen Jahre in Form von Primärenergie gespeichert.

Erdöl und Kohle sind angesammeltes Bioguthaben vergangener Lebewesen. Irgendwann ist dieses Guthaben natürlich verbraucht, ob in hundert oder mehr Jahren. Atomstrom und alternative Energien zusammen werden für etwas mehr als ein Drittel unseres Strombedarfs genutzt.

Diese Energieformen nehmen keinen Kredit auf die Biomasse vergangener Zeiten auf. Trotzdem ist Atomstrom nicht unproblematisch. Nachhaltigkeit. Dieser Begriff wurde in den Arbeiten des Club of Rome in den 70er Jahren geprägt. Nachhaltiges Wirtschaften steht im Gegensatz zum Raubbau an der Natur. Für Strom bedeutet das, man sollte global eine ausgeglichene Energiebilanz haben.

Die heutige Erdbevölkerung sollte nicht mehr Energie verbrauchen, als die Erde über Sonneneinstrahlung bekommt. Das ist eigentlich ein sehr konservativer Ansatz und theoretisch problemlos möglich, denn die Energiemenge, die auf die Erde trifft, entspricht etwa dem 10.000-fachen des Weltprimärenergiebedarfs. Wissenschaftlich könnte man das einen Steady State Ansatz nennen. Ob es eine Grenze für das Wachstum gibt, könnte sich in Zukunft an der Energieform Strom zeigen.

Fazit. Strom ist eine Form der Energie. In der Physik existieren verschiedene Qualitätsstufen der Energie. Wärme rangiert ganz unten, Bewegung (Kinetik) und bewegte Ladung irgendwo drüber. Intelligenz ist vielleicht die höchste Form der Energie. Wir sollten intelligent mit Strom umgehen.

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