Es sei in einem langen Leben das junge Paar von Glück umgeben. Was immer in der Welt geschehe: Stets liebevoll sei Eure Ehe!
Schön, wie Ihres Bundes Morgenröte, Sei Ihr Glück, - ein langer Sommertag! Sanft Ihr Abend, wie der Ton der Flöte, Und ein Kuß Ihr letzter Glockenschlag. Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
Und hier besiegeln diese zwei sich dauerhafte Lieb und Treu. Hoch ist der Liebe süßer Traum, erhaben über Zeit und Raum. Wilhelm Busch
Dem nur blühet wahres Glück, den auf seinem Pfade Freundschaft leitet. Was es seinen Lieblingen bereitet, gab dir alles das Geschick. Eins nur ist zu geben mir geblieben und dies einzige biet ich dir an: Eine Seele, die dich innig lieben und dir Freundschaft geben kann.
Franz Grillparzer
Aus Lieb oder Vernunft zu frein? Wie sollte es nicht dasselbe sein? Doch nichts Vernünftigeres gibt, als eine Frau zu nehmen, die man liebt. Heyse
Es bringet Dir zum heutgen Feste. Die Freundin dar der Wünsche beste; Mit Blumen, wie sie meine Spende beut,
Sei fortan Deiner Ehe Weg bestreut, Und Münzen, die den hier verborgnen gleichen, Soll jede Stunde Dir in Menge reichen - Gesundheit, Eheglück und wacker Geld,
Dann wüßt ich nicht, was Dir noch weiter fehlt, Und wie der Gabe Silber lauter, rein, Mög für die Dauer unsre Freundschaft sein! Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
Wenn Ihr ermüdet von der Wirtschaft regem Treiben. Den weichen Sessel sucht zur kurzen Rast, so gönnt, um auf den Füßen rüstig stets zu bleiben, auch diesen Ruh; für solche Fälle passt Ein Schemel - ihn legen Euch zu Füßen die Freunde, die das Brautpaar herzlich grüßen! Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
Du seliges und teures Paar, Du sollst im späten Jubeljahr, Bedeckt mit silbergrauem Haar, Noch vielen Enkeln Muster sein Von keuscher Ehe Segen; Sie werden einst, wie Ihr, sich freun, Und gehn auf Euren Wegen! Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
Der Ehestand ist gut bestellt, Wo jeder Teil sein Szepter hält, Die Frau regiere Herz und Topf, Der Mann den Becher und den Kopf. Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
Durch Priesters Segen ist der Bund geschlossen. Vereinigt wollt Ihr, traulich Hand in Hand, In Freud und Leid als liebende Genossen, Durchwandeln mutig dieses Pilgerland. O segne Gott das Band. das Ihr geknüpfet, Und sorge liebend, dass Euch, Teure, nie Ein Wort der Reue und des Grams entschlüpfet, Das stören könnte Eure Harmonie! Ein Rosenpfad sei Euch der Weg durchs Leben, Erhellet von der Freude Sonnenlicht; Und suchet einst die Freundschaft Ihr vergebens: Dann sei dies Blatt Euch ein Vergissmeinnicht! Sammlung von Gelegenheitsgedichten, 1852
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